SPF, DKIM und DMARC eintragen: Die typischen Fehler bei jedem DNS-Anbieter

SPF, DKIM und DMARC sind schnell erklärt – und trotzdem scheitert es oft am Eintragen. Jeder DNS-Anbieter beschriftet die Felder anders, hängt die Domain mal automatisch an und mal nicht, und lange Schlüssel passen nicht in ein Feld. Dieser Artikel zeigt die Stolperfallen, die bei allen Anbietern gleich sind.

Die Felder eines DNS-Eintrags

Egal ob IONOS, Strato, Hetzner, Cloudflare, KeyHelp oder Plesk: Jeder Eintrag besteht aus denselben Teilen, auch wenn sie anders heißen.

FeldAndere BezeichnungenBeispiel
NameHost, Hostname, Subdomain, Präfix_dmarc
TypRecord TypeTXT
WertInhalt, Content, Ziel, Datav=DMARC1; p=none; rua=mailto:…
TTLGültigkeit, Cache-Dauer3600

Der Name: die häufigste Fehlerquelle

Fast alle Oberflächen hängen deine Domain automatisch an den Namen an. Gibst du dort den vollen Namen ein, entsteht ein doppelter Eintrag:

GewünschtEingabe im Feld „Name“Falsch (häufig)
beispiel.de (die Domain selbst, z. B. SPF)@ oder leer lassenbeispiel.de → ergibt oft beispiel.de.beispiel.de
_dmarc.beispiel.de_dmarc_dmarc.beispiel.de → _dmarc.beispiel.de.beispiel.de
s1._domainkey.beispiel.des1._domainkeys1._domainkey.beispiel.de

Manche Oberflächen erwarten dagegen den vollen Namen, oft mit einem Punkt am Ende (_dmarc.beispiel.de.). Ein Blick auf einen bestehenden Eintrag, etwa den für www, zeigt dir, welche Schreibweise dein Anbieter verwendet.

Tipp: Der Unterstrich am Anfang von _dmarc und _domainkey gehört dazu. Einige ältere Oberflächen lehnen ihn ab – dann hilft meist nur der Support oder ein Wechsel des DNS-Anbieters.

TXT-Einträge: Anführungszeichen und lange Werte

CNAME statt TXT bei Versanddiensten

Viele Newsletter- und Versanddienste geben dir für DKIM keinen TXT-, sondern einen CNAME-Eintrag, zum Beispiel:

s1._domainkey.beispiel.de.  CNAME  s1.domainkey.u12345.versanddienst.example.

Der Vorteil: Der Dienst kann seinen Schlüssel austauschen, ohne dass du etwas ändern musst. Wichtig ist, genau den Typ anzulegen, den der Dienst vorgibt. Ein CNAME darf außerdem nicht neben einem anderen Eintrag mit demselben Namen stehen.

TTL und Wartezeit

Die TTL legt fest, wie lange andere Server eine Antwort zwischenspeichern. Ein neuer Eintrag ist meist innerhalb von Minuten sichtbar. Hast du einen bestehenden Eintrag geändert, kann die alte Fassung so lange weiterleben, wie die alte TTL war – bei 86400 also bis zu einem Tag. Wer Änderungen plant, setzt die TTL vorher auf 300 bis 3600 Sekunden.

Auch eine Abfrage, die vor dem Anlegen „nichts gefunden“ ergab, wird zwischengespeichert. Wenn ein Test direkt nach dem Eintragen noch einen Fehler zeigt, warte ein paar Minuten und teste erneut.

So prüfst du das Ergebnis

Auf der Kommandozeile:

dig TXT beispiel.de +short
dig TXT _dmarc.beispiel.de +short
dig TXT s1._domainkey.beispiel.de +short

Unter Windows funktioniert nslookup -type=TXT _dmarc.beispiel.de. Am einfachsten geht es aber mit einer echten Mail: Der Test auf der Startseite zeigt dir sofort, ob SPF, DKIM und DMARC gefunden werden und gültig sind – und schlägt für jeden fehlenden Eintrag den passenden Wert zum Kopieren vor.