Google Postmaster Tools: So siehst du, wie Gmail deine Mails bewertet

Wie Gmail deine Mails sieht, verrät nur Gmail selbst – über die kostenlosen Google Postmaster Tools. Dort siehst du vor allem die Spam-Beschwerderate deiner Empfänger und ob du die Absender-Regeln von Google erfüllst. Für alle, die regelmäßig an Gmail-Adressen versenden, gehört das zur Grundausstattung.

Was die Postmaster Tools zeigen

Die Postmaster Tools sind ein Bereich in deinem Google-Konto unter postmaster.google.com. Für jede bestätigte Domain zeigt Google dort Auswertungen über die Mails, die bei Gmail-Nutzern angekommen sind, unter anderem:

Welche Ansichten genau verfügbar sind, ändert Google von Zeit zu Zeit. Die Spam-Rate und der Status der Absender-Regeln sind die Werte, auf die es ankommt.

Einrichten in vier Schritten

  1. Öffne postmaster.google.com und melde dich mit einem Google-Konto an. Das muss kein Gmail-Postfach deiner Firma sein.
  2. Füge deine Domain hinzu – die Domain, die in der Absenderadresse steht (beispiel.de), nicht die deines Versanddienstes.
  3. Google zeigt dir einen TXT-Eintrag der Form google-site-verification=…. Lege ihn direkt auf deiner Domain an.
  4. Klicke auf „Bestätigen“. Je nach DNS kann das ein paar Minuten bis Stunden dauern. Die ersten Daten erscheinen danach mit ein bis zwei Tagen Verzögerung.

Du kannst weitere Personen, etwa deine Agentur, als Nutzer der Domain hinzufügen, ohne dass sie selbst einen DNS-Eintrag anlegen müssen.

Die wichtigste Zahl: die Spam-Rate

Google verlangt von allen Absendern, die Spam-Rate dauerhaft unter 0,3 % zu halten; empfohlen sind unter 0,1 %. Das klingt großzügig, ist es aber nicht: Bei 10.000 Mails pro Tag sind 0,3 % schon 30 Beschwerden.

Spam-RateBedeutung
unter 0,1 %Gut – kein Handlungsbedarf
0,1 % bis 0,3 %Warnsignal – Inhalte, Versandhäufigkeit und Empfängerliste prüfen
über 0,3 %Gmail stuft Mails zunehmend als Spam ein oder lehnt sie ab

Die Spam-Rate senkst du nicht mit Technik, sondern mit Inhalten, die Empfänger erwarten: nur an bestätigte Adressen senden, inaktive Empfänger aussortieren, die Abmeldung leicht machen (ein gut sichtbarer Abmeldelink ist besser als ein Klick auf „Spam“).

Warum oft keine Daten erscheinen

Viele wundern sich über leere Diagramme. Google zeigt Daten erst ab einem nennenswerten täglichen Volumen an Gmail-Empfänger, um Rückschlüsse auf einzelne Personen zu vermeiden. Wer nur gelegentlich Einzelmails verschickt, sieht deshalb meist nichts. Für Newsletter und Transaktionsmails in größerer Menge füllen sich die Ansichten nach wenigen Tagen.

Zusammenspiel mit anderen Werkzeugen

Mehr zu den Anforderungen von Gmail, Yahoo und Outlook steht in unserem Artikel über die Absender-Regeln der großen Anbieter.